Aktualisierung 20.11.:

Liebe TänzerInnen! Wir müssen leider wieder in eine Pause gehen. Dies betrifft auch schon die Jam am So 21.11. Wir kommen wieder sobald es wieder möglich ist.

Die rollingpoint-Jams sind ein Ort für fokussiertes Contact Improvisations-Tanzen an dem CI als zeitgenössische Tanz- und Kunstform praktiziert wird. Wir achten darauf einen gemeinsamen Raum zu halten, in dem sich alle sicher fühlen und erwarten von den TeilnehmerInnen, dass sie bereits über erste CI-Kurserfahrungen (im Sinne von Grundkenntnissen) verfügen.

Die reguläre rollingpoint Contact Improvisations Jam findet jeden Sonntag Abend von 19.00-22.00 im Prana Yoga-Studio statt (Detailinfos siehe unten). Weiters gibt es an Schultagen jeweils am Donnerstag Abend eine offene Jam in Verbindung mit einem vorangehenen CI-Training (CI-DOJO) im Turnsaal der VS Gilgegasse.
Info zum CI-DOJO (Training+Jam)

Alle rollingpoint-Angebote werden entsprechend den jeweils aktuellen CoVid-Regelungen für Wien abgehalten.

rollingpoint-Jam am Sonntag

Jeden Sonntag 19.00 - 22.00
Prana Yoga-Studio Nr. 1, 2. Innenhof, 1. Stock, Mariahilferstr. 82, 1070 Wien
Keine Anmeldung erforderich.

Ankommen von 19.00 bis 19.30; vor 19.00 und nach 19:30h aus raumorganisatorischen Gründe kein Einlass möglich
Teilweise  angeleitete warm ups, ausgewählte Musik und Sound-Scapes in der 2.Hälfte der Jams.

Raumbeitrag auf Spendenbasis: ca.10€ (min 6€), bitte um Kontoüberweisung

Bankvbdg.: IBAN: AT54 3200 0000 1701 2717, BIC: RLNWATWW, Verein rollingpoint


Hinweise zur Sicherheit in den rollingpoint-Jams: 

Wichtigster Grundkonsens einer CI-Jam ist, dass alle TeilnehmerInnen so gut wie möglich auf die eigene Sicherheit UND die Sicherheit der TanzpartnerInnen achten„Pass auf, dass du niemand verletzt! Pass auf, dass dich niemand verletzt!”

Es ist Teil des Lernprozesses der Contact Improvisation im Laufe der Zeit immer besser herauszufinden, wo die eigenen Grenzen und die Grenzen der TanzpartnerInnen liegen z.B. im Umgang mit Körpergewichten. Der Lernprozess erlaubt aber vor allem auch „gedachte Grenzen“ zu erweitern und neue Freiheiten im Tanzen zu eröffnen. Für die physische Sicherheit ist es wichtig, einige Grundtechniken zu erlernen, welche gezielt in Kursen vermittelt werden wie Falltechniken, Körpergewicht dosiert abzugeben und gemeinsam zu rollen oder zu gleiten u.v.a.m. In einer Jam gibt es keine Anleitung wie in einem Kurs. Erste Basiskenntnisse und ein Grundverständnis der Contact Improvisation werden daher für die Teilnahme an der rollingpoint-jam vorausgesetzt.

Einige wichtige Regeln für die Sicherheit sind u.a.:

  • Mit offenen Augen tanzen und auch auf den Raum rundherum achten, damit du auf das Tanzgeschehen um dich reagieren kannst
  • Arme und Beine der TanzpartnerInnen nicht blockieren oder festhalten, weil sie im Fallen als „landing pads“ benötigt werden
  • Gegenseitige Bewegungsimpulse sind als „Einladungen“ zu verstehen bei denen die TanzpartnerInnen die Möglichkeit haben „körperlich“ ein NEIN zu kommunizieren, z.B. bei Hebungen
  • Du hast jederzeit die Möglichkeit Tänze ohne Begründung zu beenden
  • Sprich ein „NEIN“ aus, wenn deine Grenzen nonverbal nicht kommuniziert werden können
  • Frage nach, wenn du das Gefühl hast, deinE TanzpartnerIn könnte sich nicht sicher fühlen

Körperkontakt in der CI dient der taktilen und sensomotorischen Wahrnehmung und der Gewichtsübertragung. Körperkontakt oder Berührung mit dem Ziel sexueller Annäherung ist nicht Contact Improvisation!

Ein CI-Tanz ist ein gleichberechtigter körperlicher Dialog, in dem wir uns fortlaufend somatische Fragen stellen wie z.B. 

„Wo spüre ich meinen TanzpartnerIn und den Boden?“
„In welche Richtung bewegt sich der Kontaktpunkt?“
„Wieviel Unterstützung braucht meine TanzpartnerInnen in diesem Moment?“ u.a.

Contact Improvisation ist auch ein großartiges Empathie-Lerntool um mit anderen Menschen auf einer sinnlich-körperlichen Ebene in Kontakt zu sein und nonverbal zu kommunizieren. Da wir uns im Alltag nicht so selbstverständlich berühren ist Körperkontakt für manche CI-BeginnerInnen mit dem Gedanken an sexuelle Aktivitäten assoziiert. Das Kennenlernen der Bewegungssprache der Contact Improvisation in Kursen reduziert das Potential von Missverständnissen. Oft braucht es einige Zeit um sich als BeginnerIn in der Jam-Welt vertraut zu machen und einzuleben. Viele Fragen lösen sich mit der Zeit von selbst.

Auch wenn die Aufmerksamkeit im Tanzen beim sensomotorischen Geschehen liegt so wird natürlich wie bei allen menschlichen Begegnungen auch immer eine psychologische oder sexuell motivierte Komponente in den Tänzen mitschwingen. Wir können lernen unser Tanzen durch diese emotionalen Komponenten zu bereichern ohne den Fokus auf das Tanzen zu verlieren. Je nachdem welche Vorerfahrung wir mit Körperkontakt mitbringen, kann das CI-Tanzen zu Beginn in uns unterschiedliche Gefühle und Gedanken auslösen. CI ist keine Therapie. Für viele CI-Praktizierende ist das gemeinsame Tanzen aber auch ein wichtiger Lernprozess, der in verschiedenste Lebensbereiche integriert werden kann.

Bei auftauchenden Fragenstellungen in der Jam besteht immer die Möglichkeit  der/die Jam-host anzusprechen.

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Jam- Specials: 

Underscore_Jam nach Nancy Stark Smith:

1.3.2020, Einführungsgespräch von 19.00-19.30h

Der Underscore nach Nancy Stark Smith ist ein sehr hilfreicher zeitlich und räumlich definierter Rahmen, um Contact Improvisation in der Gruppe mit einem hohen Grad an Aufmerksamkeit zu praktizieren. Für alle, die den Underscore noch nicht kennen, gibt es eine Einführung von 19:00 und 19.30h. Die Kenntnis der Underscore-Struktur ist für die Teilnahme wichtig. Wir wünschen uns für ein fokussiertes Tanzen, dass alle TeilnehmerInnen vom Beginn bis zum Ende des Underscores (19.30 - 22.00h) anwesend bleiben.

   

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Übersichtsseite zu weiteren Contact Improvisation Jams in Wien/Österreich:

https://vienna.contactimprovisation.at